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GENOKO

Captain

lebenslauf: computer-erfahrungen

Man wirft den informatikern gerne "praxis-ferne" vor. Andere halten Amiga-besitzer für weltfremd. Manche sind einfach nur neugierig, was der captain "so drauf hat".

Nun, hier ist die liste der historischen computer, betriebssysteme, programmiersprachen und prozessoren mit denen ich intensiver zu tun hatte oder habe. Die liste ist mehr oder weniger zeitlich geordnet und enthält kleine erläuterungen. Angaben über technologien aus dem 21. und 22.jahrhundert fehlen selbstverständlich ...

Commodore PET 2001
Auf diesem modell habe ich meine ersten BASIC-schritte gemacht. "Mondlandung" war eines der damals entstandenen programme.
Texas Instruments 99/4A
Sinclair ZX81 und ZX spectrum
Commodore CBM 3032 und C64
Informatik-unterricht am gymnasium.
Meine fysik-facharbeit habe ich in BASIC und Assembler (6502) programmiert: Fourier-analyse und -syntese mit einfacher grafischer oberfläche zur manipulation der wellenform.
Tandy Radio Shack TRS-80
Auf diesem rechner entstand ein programm in PASCAL welches lösungszugfolgen für den "Rubik's Cube 4×4×4" finden sollte. Leider war der rechner dazu zu langsam.
Siemens Großrechner (VM/SP, CMS)
Etliche programme in PASCAL und MODULA-2, darunter ein kleines tierkwiz: Der spieler denkt sich eine tierart aus und der computer erfragt sie. Der kniff: Der computer lernt dabei neue tierarten dazu!
TU-München PAX (Unix System V Release 2.0)
Ein eigenbau der TU-München. Darauf programmierte ich in einer Assembler-sprache namens MI (Maschine für die Informatik-ausbildung) und MODULA-2.
SUN SPARCstation (SunOS)
Datenbankapplikationen mit C und SQL mit dem Relationalen Datenbanksystem "Transbase".
Verschiedene entwicklungsrechner von Hewlett Packard, Intel und Motorola
Kleine mikro-kontroller-applikationen: digitales Voltmeter, pingpong-spiel, serielle datenübertragung mit "handshake", ...
Assembler:
  • 4096, 40196
  • Motorola 68xx, 68xxx
  • Siemens 8051 (auch von AMD, Philips/Valvo, Intel, Matra Harris, Oki)
  • Intel 8085
Commodore Amiga 2000 (AmigaOS 1.2, 1.3, 2.0)
Mein erster eigener historischer rechner! Ein kleines programm in BASIC und einiges in MODULA-2.
IBM-kompatible PCs (MS-DOS, MS-Windows 3.1)
Datenbank-clients in SQL, C und einer CASE-maskenbeschreibungssprache. Verwendet wurde Oracle SQL*plus, SQL*forms und Pro*C mit Microsoft C.
DEC microVAX (VMS)
Verschiedenste kleine programmieraufgaben in FORTRAN, PASCAL und Assembler.
Commodore Amiga 4000 (AmigaOS 3.0)
Meine zweite historische rarität. Verschiedenes in C, C++, MODULA-2 und Prolog. Unter anderem eine oberfläche für eine Amiga-CD-Rom, grafik-bearbeitungsfunktionen für ein malprogramm, shell-skripten in AmigaOS und Rexx und die portierung eines UNIX-tools mit lex, yacc, C und C++. Verwendete Tools:
  • GNU-CC, GNU-C++, flex, bison, make, ...
  • M2Amiga von der A+L AG
  • Maple V (mathematik-software)
  • PicoPainter (EGS 24-bit malprogramm)
  • Real3D (Raytracing)
  • TeX (plain TeX, Metafont)
  • TurboCalc (Tabellen-Kalkulation)
  • TSMorph
  • Vim
  • Wordworth (textverarbeitung)
  • XiPaint (24-bit malprogramm)
  • viele, viele andere Tools
IBM-kompatible PC (MS-DOS, MS-Windows 3.11)
Teile der grafischen oberfläche eines großen firmen-spezifischen kalkulationstools in C++. Verwendet wurde Borland C++.
DEC alpha (OSF/1, Ultrix, Unix)
Diverse programme der grafischen datenverarbeitung in PASCAL und C.
Sun SPARCstation 1+
Mein dritter historischer rechner. Er läuft mit NetBSD 1.2.
Amiga (AmigaOS 3.0)
Diese HTML-seiten, die du gerade betrachtest.
Amiga, SPARCstation
Vernetzung mit Ethernet; installation eines ftp-servers und eines http-proxy-servers auf dem Amiga.
IBM-kompatibler PC (MS-Windows 3.11)
Erstellen mehrerer programme mit Borland Delphi (PASCAL).
Macintosh II (MacOS 7.5.5)
Ein Java-applet mit dem JDK 1.0.2 von sun.
SGI Indigo², O², Onyx (IRIX 6.2, 6.3)
Meine Diplom-Arbeit (siehe unten)
IBM compatible PC (MS-Windows NT 4.0)
Entwicklung von Client-Software mit PowerBuilder von Sybase und Oracle PL/SQL.
Sun SPARCstation 10
Hat die SPARCstation 1+ abgelöst und wird mit Solaris 7 betrieben.

Diplom-Arbeit:
Entwicklung eines Systems zur stereoskopischen Darstellung von Flugsymbolik

Zusammenfassung

Im Rahmen dieser Diplom-Arbeit habe ich ein System zur stereoskopischen Darstellung von Flugsymboliken entworfen und implementiert.

Die Firma Eurocopter betreibt als Hersteller von Hubschraubern ein spezielles Cockpit-Labor. Die dort eingesetzten Flugsimulatoren dienen der Entwicklung, Erprobung und System-Integration von Cockpit-Anordnungen und Flugsymboliken. Im Zeitraum der Erstellung dieser Diplom-Arbeit wurde im Labor am Cockpit für den Unterstützungs-Hubschrauber Tiger und am Cockpit für einen allwetter-tauglichen Rettungs-Hubschrauber (AWRH) gearbeitet.

Das im Rahmen dieser Diplom-Arbeit erstellte System soll im Cockpit-Labor dazu eingesetzt werden die Eignung von Stereoskopie für die Flugführung zu untersuchen. Das System stellt zwei- und drei-dimensionale Flugsymboliken kombiniert mit einer Landschafts-Darstellung stereoskopisch dar. Es besteht aus einem stereoskopie-fähigen "Virtual Reality Helmet" (VR-Helm), einer Klassen-Hierarchie und einem Computer-Programm.

Die Klassen-Hierarchie ermöglicht die Verwaltung und Benutzung von stereoskopisch darzustellenden Flugsymboliken; sie ist in C++ implementiert. Darauf aufbauend wurden einzelne Flugsymboliken mit OpenGL und C++ als Klassen implementiert. Sie werden von dem Computer-Programm "StereoSymbolik" instanziiert, das die stereoskopische Darstellung erzeugt und sie über das X Window System auf dem VR-Helm und einem Computer-Monitor darstellt.

Das Programm StereoSymbolik ist hochgradig parametrisiert und verfügt über eine grafische Benutzer-Schnittstelle, die mit OSF/Motif realisiert ist. Über diese Schnittstelle lassen sich einige der Parameter zur Laufzeit steuern. Durch die Parametrisierung lässt sich das System leicht mit anderen Ausgabe-Geräten kombinieren. Das Programm StereoSymbolik ist über TCP/IP mit einem der im Labor vorhandenen Flugsimulatoren verbunden. Es ist dadurch in der Lage realistische Fluglage-Werte darzustellen.

Bei der Entwicklung des Systems wurde großer Wert auf Portierbarkeit und Erweiterbarkeit gelegt: der VR-Helm ist von keinem bestimmten Computer-Modell abhängig; C++, OpenGL, OSF/Motif, TCP/IP und das X Window System sind offene Standards. Proprietäre Systeme wurden möglichst vermieden. Die stereoskopische Darstellung ist perspektivisch und alle Grafik-Berechnungen werden relativ zur Betrachter-Position ausgeführt.

Neben der Beschreibung des Systems bietet dieses Schriftstück ergänzend eine Einführung in die Theorie der Stereoskopie.

Ich habe den text auf meinem Amiga verfasst. Dabei verwendete ich ein selbst entwickeltes TeX-makropaket, das auf D.E. Knuths "plain TeX" aufsetzt.

©Gerhard Kozuschek 1996-08-20, version 2005-01-06